Forum Flößerhaus: Tagebuchtage

 

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Tagebuchtage im Forum Flößerhaus

Nach der letztjährigen Eröffnung lädt der Welser Lehrer und Schriftsteller Johann Kleemayr erneut ein in sein Literatur- und Kunstforum im ehemaligen „Flößerhaus“ (erstmals urkundlich erwähnt 1789). An zwei Abenden werden je eine Autorin und ein Autor ihre in Tagebuchform verfassten Texte vortragen. Die Lesungen finden in Zusammenarbeit mit der oberösterreichischen Regionalgruppe der Grazer Autorinnen Autorenversammlung statt.

Fr., 24. 5. 2019 und Fr., 14. 6. 2019, jeweils 1930 Uhr, Forum Flößerhaus St. Ägyd, Aigenstraße 3, 4600 Thalheim bei Wels; freier Eintritt

 

ZUM INHALT (Infos folgen)

Zu Gast am 24. Mai: Regina Hilber und Erich Wimmer. Moderation: Stefan Reiser

Zu Gast am 14. Juni: Renate Silberer und Alexander Estis. Moderation: Stefan Reiser

Eine Veranstaltung der GAV (Grazer Autorinnen Autorenversammlung) in Zusammenarbeit mit der GAV OÖ.

Grazer Autorinnen Autorenversammlung, Regionalgruppe Oberösterreich

 

BIOGRAFISCHES

Regina Hilber, geb. 1970 in Hausleiten/NÖ, lebt als Lyrikerin und Essayistin in Wien. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, ihre lyrischen Zyklen in mehrere Sprachen übersetzt. Lesungen bei internationalen Poesiefestivals. Sie ist auch als Herausgeberin und Publizistin tätig und wurde zu zahlreichen Aufenthaltsstipendien geladen. Beispielgebend für ihr Werk sind ihre sog. „Landvermessungen“. 2017 war sie Burgschreiberin in Beeskow/Brandenburg. Buchpublikationen zuletzt: „Palas“ (Edition Art Science, 2018) und „Landaufnahmen“ (Limbus Verlag, 2016). 2018 erschien die zweisprachige Anthologie „Armenische Lyrik der Gegenwart – Von Jerewan nach Tsaghkadzor“ (Edition Art Science), für die sie als Alleinherausgeberin fungierte.

Erich Wimmer, geb. 1966 in Linz; Ausbildung zum Geigenlehrer am Konservatorium der Stadt Linz; Studium der Kunstwissenschaft und Philosophie an der KU Linz. Seit 1990 Lehrtätigkeit im Fach Violine an den OÖ Landesmusikschulen; schriftstellerische Tätigkeit seit 1995. Zahlreiche Preise und Stipendien, u. a. 1. Preis Max-von-der-Grün-Literaturwettbewerb zur Arbeitswelt; Talentförderungsprämie des Landes OÖ; Stipendium der Drehbuchwerkstatt München; Waldschreiber der österr. Bundesforste; Lydia Eymann-Stipendium, Schweiz. Nach Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien zuletzt die Romane „Original Linzer Tortur“, „Saugust“, „Buddhakäse. Ein Kuh-Krimi“, „Kuttenlos – Erfahrungen aus der Linzer Domeremitage“ und „Fiel Sonne“ (Roman einer Islandreise), sowie in Neuauflage die Erzählung „Der Hauptzeitsee“. www.erichwimmer.at

Renate Silberer, geb. 1975 in Braunau, lebt in Linz. Studierte Erziehungswissenschaften und Heilpädagogik und ist als Feldenkraislehrerin in freier Praxis tätig. Sie veröffentlicht Prosa und Lyrik in Zeitschriften und Anthologien („kolik“, „Lichtungen“, „Jahrbuch der Lyrik“, „Facetten“). Sie erhielt mehrere Auszeichnungen: Nominierung zum Lyrikpreis München 2010, Rauriser Förderungspreis und Kunstförderungsstipendium für Literatur der Stadt Linz 2013, Projektstipendium für Literatur 2016 und zuletzt das Jubiläumsfondsstipendium der Literar-Mechana 2018. 2013 wurde das Tanztheater „Rückentür“ nach Textcollagen von Renate Silberer im Posthof Linz uraufgeführt. 2017 erschien ihr Prosa-Debüt „Das Wetter hat viele Haare“ bei Kremayr und Scheriau. www.renatesilberer.at

Alexander Estis, geb. 1986 in Moskau; hier erhielt er eine Ausbildung an Kunstschulen und bei Moskauer Künstlern. 1996 Übersiedlung nach Hamburg. Nach Abschluss des Studiums in deutscher und lateinischer Philologie Lehrtätigkeit für deutsche Literatur und Sprachgeschichte an verschiedenen Universitäten. Seit 2016 lebt er als Dozent und freier Autor in Aarau (Schweiz). Neben philologischen Aufsätzen, Essays und Übersetzungen bilden literarische Klein- und Kleinstformen den Schwerpunkt seiner Arbeit, wobei der Verbindung von Wort und Bild große Bedeutung zukommt. Seine Texte werden in Anthologien und Zeitschriften publiziert (u. a. „Sinn und Form“, „Lichtungen“, „Entwürfe“); eigenständige Sammlungen erschienen Anfang 2019 im Amsel-Verlag (Zürich) sowie im Hochroth-Verlag (Bielefeld u. a.). www.estis.ch

Stefan Reiser, geb. 1981 im Innviertel. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien, seitdem freischaffend als Autor und Theatermacher: Stücke, Produktionen, Inszenierungen, zahlreiche Aufführungen u. a. in Wien, Graz, Villach und Schärding. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien (u. a. „kolik“, „Die Rampe“, „Landstrich“; „Facetten“, „Funkhaus-Anthologie“). Mehrere Auszeichnungen, darunter Dramatikerstipendien (2011, 2016) und Aufenthaltsstipendien (Wartholz, 2011; Rom, 2016) des Bundes sowie der Kunstsammlung des Landes OÖ (Gmunden, 2017; Krumau an der Moldau, 2018). Einladungen zu „Text trifft Regie“ (Staatstheater Mainz, 2011), zum „Forum junger Autoren Europas“ (Staatstheater Wiesbaden, 2012) und zur Dramatiker_innenbörse des internationalen Theaterfestivals „Luaga & Losna“ (Nenzing, 2018). www.stefanreiser.com

Johann Kleemayr, geb. 1954 in Schwanenstadt. Vor dem Studium der Germanistik und Theologie in Salzburg und Paris und Beruf als Gymnasiallehrer bereits schriftstellerische Tätigkeit. Auftritte im Literaturhaus München, in der Alten Schmiede Wien, im Stifterhaus Linz, Schloss Wiepersdorf Berlin. Publikationen bei der Edition Pangloss („Die Studie“, „Liebknecht“, „Puchheim“), in Literaturzeitschriften und als Handdrucke („Armer“, „Das Moped“). Darüber hinaus Ausstellungsbeteiligungen in der Kunstuniversität Linz und im Schloss Puchberg. 2016 Aufnahme in die Künstlervereinigungen MAERZ und Galerie Forum. Zuletzt erschienen: „Ich schreibe, also bin ich. Tagebuch 1969“, Verlag Nina Roiter, Linz, 2018.

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV) wurde 1973 in Graz als gesamtösterreichische Autorinnen- und Autorenvereinigung und als Alternative zum österreichischen P.E.N.-Club gegründet. Seit 1975 hat die GAV ihren Sitz in Wien, der Name nach dem Gründungsort Graz wurde beibehalten. Die GAV gehört dem Dachverband IG Autorinnen Autoren an und ist dort der mitgliederstärkste Verband. 1987 wurde die GAV „regionalisiert“, d. h. Mitglieder in den Bundesländern konnten sich als autonome Gruppe etablieren. Die GAV OÖ ist seit dieser Zeit ein wesentlicher Faktor im Literaturbetrieb des Landes, ihre Aktivitäten sind längst ein innovativer und verlässlicher Bestandteil des literarischen sowie kulturpolitischen Lebens in Oberösterreich. www.gav-ooe.mur.at/